Einweihung des Helene-Weber-Platzes

Mit einem bunten Fest wurde am Samstag, 18. September, der neue Helene-Weber-Platz an der Ecke Nord-/Ludwigstraße eingeweiht.

Der Platz soll die berühmte Elberfelderin ehren, die als Frauenrechtlerin, Netzwerkerin und Multiplikatorin als eine der drei Mütter des Grundgesetzes gilt. Die Initiative für die Ehrung kam von Ministerin Ina Scharrenbach, die für die Bereiche Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung des Landes NRW zuständig ist.

Sie hatte 2019 das Jubiläum „70 Jahre Grundgesetz“ zum Anlass genommen, in Herford, Dortmund und Wuppertal drei Denkmäler für die drei nordrhein-westfälischen Mütter des Grundgesetzes anzuregen. Jede Stadt erhielt dafür 100.000 Euro aus der Heimatförderung.

Leider konnte Scharrenbach selbst bei der Einweihung nicht dabei sein, da sie im Stau steckte. Dennoch war viel los und das Fest fröhlich und klangvoll – sogar ein eigens einstudierter Rap-Song über Helene Weber wurde mit Kindern der Alten Feuerwache einstudiert und vor Ort aufgeführt. In dem Song wurde die Gleichberechtigung aller Menschen hervorgehoben („Alle Menschen sind gleich“), die im Grundgesetz verankert ist. Gleichzeitig stand dieser Song aber auch direkt für das kunterbunte und vielfältige Quartier, in dem Menschen aller Altersstufen und Nationalitäten zusammen leben und wirken.

Der Helene-Weber-Platz wurde sehr einladend gestaltet. Rund um den Lindenbaum wurden zehn Schriftzüge „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ (Grundgesetz Artikel 3(2)) in der vorhandenen Pflasterung verlegt. Von Kindern handschriftlich verfasst in den acht häufigsten Sprachen des Mirker Quartiers (Deutsch, Türkisch, Arabisch, Italienisch, Polnisch, Serbisch, Griechisch und Bulgarisch) und in Französisch und Ewe, einer afrikanischen Sprache aus dem Raum Togo und Ghana.

Im Eingangsbereich wurde eine Tafel mit Inschrift eingelassen. Geschrieben von Cem in Türkisch, von Hatitche in Arabisch, von Alex in Serbisch, von Iro in Griechisch, von Sofia in Italienisch, von Marie in Französisch, von Leonie und Joulina in Deutsch, von Adela, Magda und Maria in Polnisch, von Maxi in Ewe und von Krasimir in Bulgarisch sowie Jill, Joane und Tim für die Zahlen.

Neben den zehn Schriftzügen der Kinder besteht das Denkmal aus einem Wandbild der Künstlerin Birgit Pardun mit dem Titel „Der superlange Arm des Grundgesetzes“. Eine Lichtinstallation des  Künstlers Gregor Eisenmann verzaubert den Platz mit vier Strahlern, sobald die Sonne untergeht.

Um den Platz auch zum Verweilen zu nutzen wird um die Linde herum in einigen Wochen eine runde Bank installiert. Aufgrund einer langen Lieferzeit lässt diese noch etwas auf sich warten.

Neben Diakoniedirektor Dr. Martin Hamburger, der ein Grußwort sprach, waren Mitarbeitende der Sozialen Teilhabe der Diakonie Wuppertal im Vorfeld und während der Einweihung involviert. So wurde seitens der Arbeitsprojekte die Pflege des Platzes übernommen, aufgeräumt, Unkraut gejätet und gefegt. Die Diakoniekirche und die Arbeitsprojekte übernahmen auch das Catering und boten den Anwesenden coronagerecht Getränke und internationale Speisen an. Zukünftig werden auch die am Helene-Weber-Platz angrenzenden, diakonie-eigenen Gebäude in die Installation einbezogen und mit weiteren Gedenk- und Informationstafeln versehen.

Auch die Diakonie Wuppertal freut sich auf die Zeit, wenn Menschen zukünftig wieder regelmäßig etwas näher zusammenkommen dürfen und der Helene-Weber-Platz ein Ort der Begegnung und Gemeinsamkeit wird.

Wir danken allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Sozialen Teilhabe der Diakonie Wuppertal sowie allen weiteren Mitwirkenden vor Ort für ihr Engagement und die tatkräftige Unterstützung.

 

Daniel Edlauer, Öffentlichkeitsarbeit Diakonie Wuppertal

Fotos mit freundlicher Unterstützung der Stadt Wuppertal