Migrationsdienste verstärken Netzwerkarbeit

Die Migrationsdienste verstärken die Netzwerkarbeit aufgrund stark steigender Beratungszahlen bei der „Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer“ (MBE). Dazu haben sie im Rahmen der Interkulturellen Woche einen MBE-Aktionstag veranstaltet.

Thomas Bartsch (links) und André Thielmann (rechts)

Den Gästen, Verantwortlichen und Einrichtungen des örtlichen Integrationsgeschehens, wurde das vielgefragte Angebot der „Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer“ (MBE) vorgestellt und Potenziale der Netzwerkarbeit zwischen den kommunalen Akteuren aufgezeigt. Aufgrund steigender MBE-Beratungszahlen soll die Zusammenarbeit zwischen den Migrationsdiensten und anderen Regeldiensten zukünftig gestärkt werden.

Mit der jährlich zunehmenden Zuwanderung nach Deutschland nimmt auch der Stellenwert der Integrationsarbeit in den Städten und Gemeinden zu. „Dieser Entwicklung begegnen unsere Migrationsdienste seit vielen Jahren erfolgreich mit ihrem Angebot der Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer“, so der Geschäftsführer der Sozialen Teilhabe Thomas Bartsch.

„Seit Jahren steigen die Beratungszahlen in unserer MBE-Fachstelle stetig an. Der Aktionstag soll andere Regeldienste über dieses wichtige Angebot informieren und die kommunale Zusammenarbeit stärken. Ziel ist es Kooperationen und Integrationsmöglichkeiten zu fördern.“, betont der stellvertretende Abteilungsleiter der Migrationsdienste André Thielmann. Im Jahr 2018 wurden in der MBE 305.097 Beratungsfälle gezählt. Zuzüglich der 287.914 mitberatenen Familienangehörigen konnten bundesweit 593.011 Personen erreicht werden. Das entspricht einer Steigerung von 12 Prozent. [1]

Die MBE-Fachberaterin Sarah Ismail stellte den Gästen des Aktionstages zunächst Ziele und Inhalte der „Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer“ (MBE) vor und gewährte anschließend Einblicke in die Methoden und Herausforderungen ihrer praktischen Arbeit. In der abschließenden Gesprächsrunde haben die Gäste auf themenrelevante Angebote unterschiedlicher Träger aufmerksam gemacht, dadurch wurden Schnittstellen sowie Kooperationsmöglichkeiten entdeckt. „Alle Teilnehmer befinden sich im regen Austausch miteinander – damit ist das Ziel des MBE-Aktionstages erreicht und es wurde ein bedeutender Grundstein für die zukünftige Netzwerkarbeit gelegt.“, resümierte André Thielmann.

Zugewanderte können sich in der MBE-Beratungsstelle der Migrationsdienste über Themen wie beispielsweise aufenthaltsrechtliche Angelegenheiten, Wohnsitzauflagen, Wohnungslosigkeit, Familienzusammenführung, Ehe und Trennung, Schulden, Versicherungen, Krankheit oder Behinderung informieren und individuell beraten lassen. Den Ratsuchenden werden passende Hilfs- und Integrationsangebote vorgestellt und im Einzelfall an bedarfsgerechte Stellen in Wuppertal vermittelt.

Für nähere Informationen steht Ihnen André Thielmann unter athielmann(at)diakonie-wuppertal.de oder unter Tel.: 0202 / 26921-100 gerne zur Verfügung.


[1] BAMF (Hrsg.): Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE). Projektbegleitende Erfolgskontrolle. Jahresbericht 2017

Text und Fotos: Juliane Geyer / Soziale Teilhabe