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KirchenZeitung (V)

Warum ich evangelisch bin

Helga Siemens-Weibring leitet die evangelische Bildungsarbeit in Wuppertal (Foto anklicken = Artikel im Original)

Ich wurde in eine protestantische Familie hinein geboren. Meine Eltern haben mich bereits mit 4 Wochen taufen lassen. Durch meine Oma, die dafür sorgte, dass in unserer Familie regelmäßig gebetet wurde, wuchs der Glauben.

Gemeinde fasziniert
Nach dem Konfirmandenunterrricht habe ich bis zu meinem Abitur in unserer Gemeinde eine Jugendgruppe geleitet. Während des Studiums ging der Kontakt zur Kirche dann ein wenig verloren, aber mit der Geburt meiner Kinder kam sie mir wieder näher. Es hat mich fasziniert, wie leicht ich mich als einfaches Mitglied in meine Gemeinde einbringen konnte: Meine Ideen wurden schnell akzeptiert und mit Hilfe der Gemeindeleitung, des Presbyteriums, in die Tat umgesetzt. Deshalb habe ich auch gerne »Ja« gesagt, als ich gefragt wurde, ob ich bereit sei, als Presbyterin zu kandidieren. Die Möglichkeit, an meiner Kirche mitzubauen, war einfach zu verlockend.

Kirche optimal gestalten
Mittlerweile bin ich auf allen drei Ebenen unserer Kirche tätig: Im Presbyterium, im Kreissynodalvorstand und in der Kirchenleitung in Düsseldorf und ich merke immer wieder, wie sehr die Menschen von dem gleichen Wollen getrieben sind: Die Kirche so zu gestalten, dass sie optimal gebaut ist, um Gottes Wort auf Erden zu Gehör zu verhelfen.

Die Vorstellungen zur Umsetzung sind unterschiedlich, aber miteinander kommen wir voran – wenn auch mit Rückschlägen. Manchmal ist das, was wir in der Gemeinde als das Beste erachten, nicht das Richtige im Konzert der Gemeinschaft der Gemeinden, wie sich auf der Kreissynode zeigt. Und in der Vielfalt unserer Landeskirche gilt es, die unterschiedlichsten Voraussetzungen und Vorstellungen unter einen Hut zu bringen.

Nein, ich würde es nicht missen wollen, unser presbyterial-synodales System. Durch diese Struktur hat jede
und jeder, der aktiv mitarbeiten will oder wählen geht, die Möglichkeit, seine Vorstellungen einzubringen und auszutauschen – der Umstand, der mich immer wieder sagen lässt: Ja, ich bin gerne evangelisch – und ich weiß auch warum.

Helga Siemens-Weibring

aus: KirchenkreisZeitung 02/2012, S. 7
text: öffentlichkeitsreferat/ör-wj

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