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Statistik

Migration hält NRW jung

Integrationsminister Guntram Schneider (SPD) hat bei der Vorstellung des Internetportals integrationsmonitoring.nrw darauf hingewiesen, dass die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund zwischenzeitlich zum Alltag gehöre. »Migration hält Nordrhein-Westfalen jung«, konstatierte Schneider. Denn fast 27 Prozent der Menschen mit Migrationshintergrund sind jünger als 18 Jahre, aber nur 14 Prozent derjenigen ohne Migrationshintergrund. Ein Viertel der Menschen ohne Migrationhintergrund ist bereits im Rentenalter, aber nur 9 Prozent derjenigen mit Migrationhintergrund. In den Tageseinrichtungen für Kinder führe dies dazu, dass heute jedes dritte Kind einer Kita in Nordrhein-Westfalen aus einer Migrantenfamilie komme. sagte Schneider.

Das Statistische Landesamt teilte am Mittwoch in Düsseldorf mit, dass von den rund 490.000 Kindern unter sechs Jahren in der Kindertagesbetreung 170.500 ein Elternteil haben, das nicht in Deutschland geboren wurde. In den Familien von über 108.000 Kita-Kindern - mehr als jedes fünfte - wird zu Hause überwiegend nicht Deutsch gesprochen. Der Anteil von Kindern aus Migrantenfamilien unterscheidet sich regional. In Gelsenkirchen und Duisburg kommt jedes zweite Kind aus einer Zuwandererfamilie. In den Kreisen Borken und Coesfeld gibt es die niedrigsten Anteile mit 20 und 15 Prozent.

Ähnlich regional unterschiedlich ist der Umgang mit der deutschen Sprache verteilt. Der Anteil der Familien, die sich überwiegend in Fremdsprachen unterhalten, ist am höchsten in den Städten Duisburg (39 Prozent), Gelsenkirchen (37 Prozent) und Wuppertal (34 Prozent). Den niedrigsten Anteil haben die Statistiker für den Kreis Coesfeld mit knapp neun Prozent ermittelt. Die Zahlen stammen aus einer Befragung der nordrhein-westfälischen Kindertageseinrichtungen und Jugendämter vom März 2011.

text:epd-west/ör-mg

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